WIYS entstand in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre in Kalifornien. Der inzwischen verstorbene Psychotherapeut John Cogswell entwickelte zusammen mit dem Schauspieler Joseph Culp das „Gehen“ als eine Methode für Schauspieler, die ihnen dabei helfen sollte, sich besser mit einer Theater- oder Filmrolle zu identifizieren. Bald erkannten sie, dass auch lebende Personen aus dem eigenen Umfeld und Probleme „gewalkt“ werden können. So entwickelten sie das „Gehen“ zu einem Therapieansatz – das „Walking In Your Shoes“. Nach und nach verbreitete sich die Methode zunächst in den USA. 2008 brachte der Hannoveraner Familiensteller Christian Assel die Methode nach Deutschland. Bei ihm und Joseph Culp habe ich WIYS kennengelernt und als zertifizierten Ausbildungsgang absolviert. Dabei kamen mir meine Ausbildung und Erfahrung in klassischen Familienaufstellungen zugute. Die Methode kann sowohl in Einzelsitzungen als auch in Gruppen (Seminar)  angewandt werden.


Wie setzen wir die Methode konkret im Gruppen-Seminar ein?
Zunächst nehmen wir uns Zeit, das Anliegen gemeinsam herauszufinden. Dann wählen Sie einen Stellvertreter für das Anliegen. Dieser setzt sich als das „Anliegen“ in Bewegung. Er bewegt sich frei im Raum. Durch gezielte Fragen begleite ich ihn als Therapeutin auf seiner „Entdeckungsreise“, die ca. 15 – 25 Minuten dauert. Er wird Erstaunliches berichten können. Es werden Bedürfnisse und Hintergründe zu Tage gefördert. Walking In Your Shoes kann Ihnen neue Zugänge und Einblicke in bislang Verborgenes und nicht Ausgesprochenes verschaffen.

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